Brief an die Bundeskanzlerin

Aufgrund der gestrigen Empfehlung der Gründungskommission den Standort für die vom Bund geförderte Forschungsfertigung von Batteriezellen in Ulm zu machen, habe ich mich heute an die Bundeskanzlerin gewandt, um diesen Vorschlag zu unterstützen:

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel,

ich wende mich in der Sache Forschungsfertigung Batteriezelle an Sie.

Wie ich heute aus einem Zeitungsartikel des Tagesspiegels erfahren habe, hat sich die Gründungskommission bei ihrer gestrigen Sitzung im Bundeswirtschaftsministerium eindeutig für Ulm als Standort für die vom Bund geförderte Forschungsfertigung Batteriezelle ausgesprochen.

Als Landtagsabgeordneter für meinen Wahlkreis Ulm und Mitglied des Wissenschaftsausschusses schließe ich mich dieser Empfehlung ausdrücklich an, denn positive Synergieeffekte sind sicher, wenn Forschung und Produktion an einem Standort erfolgen. Die Wissenschaftsstadt Ulm zeichnet sich durch eine enge Verzahnung von Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und damit einem hohen Wissenstransfer aus.  

Die Landesregierung Baden-Württemberg investiert seit Jahren intensiv in zukunftsweisende Formate, um den Wandel der Automobilwirtschaft erfolgreich zu gestalten. Dazu zählt u.a. die Batterieforschung am Helmholtz-Institut für elektrochemische Energiespeicher (HIU) sowie das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung (ZSW) in Ulm. Das ZSW bietet mit seinem Labor für Batterietechnologie (eLaB) und der Forschungsproduktionslinie für Batteriezellen (FPL) hervorragende Anknüpfungspunkte für die Ansiedlung einer Forschungsfabrik. Gemeinsam mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat die Universität Ulm zusätzlich das Exzellenzcluster „Energiespeicherung jenseits von Lithium“ eingeworben. Mit einer Entscheidung für Ulm bei der Forschungsfertigung Batteriezelle besteht die Chance, diese Stärken zu stärken.

Ich möchte Sie daher bitten, bei der anstehenden Entscheidung für einen Standort die wissenschaftliche Empfehlung der Gründungskommission zu berücksichtigen und diese auch politisch zu beschließen.  

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Filius, MdL

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