Geld für Gedenkstätten vom Land aufgestockt

Ulm erhält Fördermittel für das Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg sowie für die die Errichtung eines Erinnerungszeichens für die Ulmer Opfer von Zwangssterilisation und „Euthanasie“-Morden

Die Landtagsfraktionen haben sich darauf verständigt, mehr Geld für die Arbeit der landesweit 70 Gedenkstätten auszugeben. Die Fördermittel sollen in nächsten zwei Jahren um insgesamt 308 000 Euro steigen.

„Es freut mich außerordentlich, dass wir unter den demokratischen Fraktionen im Landtag eine höhere Förderung vereinbaren konnten. Gerade in politisch unruhigen Zeiten ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass Freiheit und Demokratie nicht selbstverständlich sind“, so Jürgen Filius MdL. Auf die Förderung einigten sich die Fraktionen von Grüne, CDU, SPD und FDP am Mittwoch bei den Beratungen im Finanzausschuss.

„Besonders freue ich mich, dass Ulm gleich zwei Mal bei der Förderung berücksichtigt wird. Mit den Geldern wird zum einen die wertvolle Arbeit des Dokumentationszentrums Oberer Kuhberg als auch die Errichtung eines Erinnerungszeichens für die Ulmer Opfer von Zwangssterilisation und „Euthanasie“ unterstützt“, so Jürgen Filius MdL. Das Erinnerungszeichen erhält eine Förderung von 50.000 Euro. Die Gedenkstätte Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg in Ulm erhält in den nächsten beiden Jahren für den Betrieb vom Land 140 000 Euro.

Mehr als 600 000 Euro gehen außerdem an andere einzelne Einrichtungen, Gedenkstätten und -Verbünde. Damit steigt der Etat für Gedenkstätten-Projekte in den nächsten beiden Haushaltsjahren 2018 (1,03 Millionen Euro) und 2019 (941 000 Euro) im Vergleich zum laufenden Jahr (2017: 832 000 Euro) um insgesamt 308 000 Euro.

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